GPT-6 Astra für die Innenraumgestaltung im Test: Eine Fallstudie
Wir testen GPT-6 Astra für Interior Design: vom KI-generierten Wohnungsgrundriss bis zum bearbeitbaren 2D- und 3D-Projekt mit Planner 5D.
KI-generierte Grundrisse können innerhalb weniger Sekunden überzeugend aussehen. Doch ein ansprechendes Bild ist noch lange kein Grundriss, der auch im Alltag funktioniert.
Um diesen Unterschied genauer zu untersuchen, habe ich GPT-6 Astra anhand einer konkreten Wohnungsplanung getestet. Dabei verglich ich Ergebnisse mit unterschiedlichen Reasoning-Stufen, übertrug den überzeugenderen Entwurf in Planner 5D und nutzte anschließend Planner 5D Copilot, um das bearbeitbare Projekt anhand der ursprünglichen visuellen Vorlage weiterzuentwickeln.
Der Test im Überblick
Der Versuch bestand aus vier Schritten:
- Einen ersten Grundriss mit GPT-6 Astra Light erstellen.
- Mit GPT-6 Astra Medium eine verbesserte Version generieren.
- Den Grundriss schrittweise überarbeiten, bis eine funktionale Raumaufteilung entsteht.
- Den Plan in Planner 5D importieren und das bearbeitbare Projekt mit Planner 5D Copilot verfeinern.
Für alle Durchgänge galten dieselben grundlegenden Anforderungen. So ließ sich vergleichen, wie die beiden GPT-6 Astra-Konfigurationen mit der Planungsaufgabe umgingen und was sich veränderte, als aus dem generierten Bild ein bearbeitbares Raumkonzept wurde.
Konzentrieren Sie sich auf Ihre Ideen. Copilot kümmert sich um die Umsetzung.
Beschreiben Sie, was Sie gestalten möchten, und lassen Sie sich von Planner 5D Copilot dabei helfen, Ihre Vorstellungen in ein bearbeitbares 2D- und 3D-Projekt umzusetzen.
Planner 5D Copilot ausprobieren →Die Aufgabenstellung: Eine 70 m² große Wohnung für zwei Personen im Homeoffice
Die Aufgabe bestand darin, eine 70 m² große Wohnung für ein kinderloses Paar zu planen. Beide arbeiten von zu Hause aus und leben mit einer Katze. Folgende Anforderungen sollte der Grundriss erfüllen:
- Ein Hauptschlafzimmer mit Einbauschränken
- Ein vollständig ausgestattetes Badezimmer mit Dusche
- Ein offener Wohn-, Ess- und Kochbereich
- Sitzgelegenheiten für mindestens drei Personen
- Ein Esstisch für vier Personen
- Zwei feste Homeoffice-Arbeitsplätze
- Ein Hauswirtschaftsbereich oder ein versteckter Waschmaschinenplatz
- Praktischer Stauraum im Eingangsbereich
- Ein mittelgroßer Balkon mit direktem Zugang vom Wohnbereich
- Ein unauffälliger, gut belüfteter Platz für die Katzentoilette
- Ein fester Futterplatz und Möglichkeiten zum Klettern für die Katze
Gestalterisch sollte die Wohnung modern wirken, mit dezenten Wabi-Sabi-Einflüssen. Gewünscht waren warme Holztöne, natürliche Materialien, erdige Farben und eine zurückhaltende Dekoration.
Schritt 1: Den ersten Grundriss mit GPT-6 Astra Light erstellen
Für den ersten Versuch verwendete ich GPT-6 Astra Light. Das Ergebnis wirkte auf den ersten Blick durchaus überzeugend. Der Grundriss zeigte beschriftete Räume, Maße, Möbel, einen Balkon und viele der geforderten Elemente.
Bei genauerer Betrachtung wurde jedoch schnell deutlich, dass die Aufteilung im Alltag einige erhebliche Probleme verursachen würde.

Probleme beim ersten Grundriss
Mehrere Planungsentscheidungen erwiesen sich als wenig sinnvoll:
- Das Badezimmer lag in der Nähe des Wohnungseingangs statt beim Schlafzimmer.
- Auch die Katzentoilette war direkt am Eingang vorgesehen, obwohl sie möglichst diskret und gut belüftet untergebracht werden sollte.
- Vom Eingangsbereich führte ein ungünstig angelegter Flur zu einem Fenster in Richtung Balkon.
- Küche und Wohnzimmer waren nicht sinnvoll aufeinander abgestimmt. Der Kochbereich befand sich beispielsweise ungewöhnlich nah am Fernseher.
- Der Balkon war trotz seiner vorgesehenen Funktion als Erweiterung des Wohnraums nur unzureichend genutzt.

Das Hauptproblem bestand nicht darin, dass wichtige Elemente fehlten. Fast alle Anforderungen waren irgendwie berücksichtigt worden. Entscheidend war vielmehr, wie die einzelnen Bereiche zueinander angeordnet waren.
Schritt 2: Dasselbe Konzept mit GPT-6 Astra Medium testen
Da der erste Entwurf zu viele funktionale Schwächen aufwies, um als Grundlage für das weitere Projekt zu dienen, erstellte ich eine neue Version mit GPT-6 Astra Medium.
Der Unterschied war deutlich zu erkennen. Die Raumaufteilung wirkte insgesamt durchdachter, insbesondere beim Schlafzimmer und beim separaten Homeoffice. Die beiden Arbeitsplätze waren klar voneinander abgegrenzt und ausreichend vom Wohnbereich getrennt, sodass beide Personen gleichzeitig zu Hause arbeiten konnten.
Auch das Badezimmer lag nun näher am Schlafzimmer. Damit war einer der auffälligsten Fehler des ersten Entwurfs behoben. Trotzdem war die Planung noch nicht vollständig ausgereift.

Probleme beim zweiten Grundriss
Einige Entscheidungen waren weiterhin verbesserungswürdig:
- Die Katzentoilette befand sich nach wie vor im Innenbereich, obwohl der Balkon möglicherweise einen besser belüfteten Standort geboten hätte.
- Die L-förmige Küche schränkte die Bewegungsfreiheit ein. Eine Kücheninsel hätte Koch- und Wohnbereich möglicherweise besser voneinander getrennt, ohne einen vergleichbaren Engpass zu schaffen.
- Das Badezimmer lag zwar näher am Schlafzimmer, seine Tür befand sich jedoch direkt neben der Fernsehwand. Dadurch entstand eine ungünstige Verbindung zwischen Badezimmer und Wohnbereich.

Was die beiden GPT-6 Astra-Grundrisse zeigen
Die beiden Entwürfe machen deutlich, warum KI-generierte Grundrisse nicht allein nach ihrem Aussehen beurteilt werden sollten. Eine Visualisierung kann eine Gestaltungsidee anschaulich vermitteln, ohne wichtige praktische Fragen zu beantworten:
- Wo sollten Funktions- und Versorgungsbereiche liegen?
- Welche Bereiche benötigen mehr Privatsphäre?
- Behindern Möbel die Bewegungsfreiheit?
- Wie kann die Küche den Wohnbereich strukturieren, ohne Wege zu blockieren?
- Was nehmen die Bewohner wahr, wenn sie sich durch die Wohnung bewegen?
Nachdem diese Schwachstellen deutlich geworden waren, betrachtete ich keinen der beiden Grundrisse als fertige Lösung. Stattdessen überarbeitete ich das Konzept weiter mit GPT-6 Astra und nutzte die Fehler der vorherigen Versionen als Ausgangspunkt für gezielte Verbesserungen.
So entstand schrittweise eine Raumaufteilung, die funktional genug war, um als Grundlage für das Projekt in Planner 5D zu dienen.

Diese zusätzliche Bearbeitungsphase zeigte, dass GPT-6 Astra besonders dann hilfreich sein kann, wenn die Planung als fortlaufender Austausch erfolgt, statt mit einem einzigen Prompt abgeschlossen zu werden.
Schritt 3: Den Grundriss in Planner 5D übertragen
Nachdem ich den Grundriss ausgewählt und überarbeitet hatte, ging es darum, aus der generierten Vorlage ein bearbeitbares Einrichtungsprojekt zu machen.
Dazu lud ich zunächst den 2D-Grundriss in den Planner 5D Editor hoch. Statt sämtliche Wände manuell nachzuzeichnen, konnte der generierte Plan als Grundlage für ein bearbeitbares 2D- und 3D-Modell dienen.

Das importierte Projekt entsprach der Vorlage allerdings nicht vollständig. Die grundlegende Raumstruktur war vorhanden, doch Möbel, Materialien, Oberflächen und die Platzierung einzelner Objekte mussten noch angepasst werden. Hier kam Planner 5D Copilot ins Spiel.
Das Projekt mit Planner 5D Copilot verfeinern
Anstatt jedes Objekt aus der GPT-6 Astra-Vorlage einzeln nachzubauen, nutzte ich den KI-Assistenten von Planner 5D, um das importierte Projekt weiterzuentwickeln.
Copilot ist direkt in den Gestaltungsprozess von Planner 5D integriert und kann Anweisungen per Text oder Sprache verarbeiten. Die KI unterstützt unter anderem bei der Grundrissgestaltung, Möbelplatzierung, Materialauswahl, Visualisierung und weiteren Änderungen. Dabei bleibt das Projekt jederzeit in 2D und 3D bearbeitbar.

Der gesamte Ablauf sah damit folgendermaßen aus:
- GPT-6 Astra erstellte den Grundriss und das visuelle Konzept.
- Über den Grundrissimport von Planner 5D wurde die ausgewählte 2D-Vorlage in ein Projekt übertragen.
- Planner 5D Copilot verfeinerte das bearbeitbare Modell anhand der Referenz und zusätzlicher Anweisungen.
- Anschließend konnte das Projekt sowohl manuell als auch mit KI-Unterstützung weiter angepasst werden.
Technisch basiert Copilot nicht auf einem einzigen KI-Modell. Stattdessen kombiniert die Lösung verschiedene Technologien wie GPT-6 Astra, FLUX, Kling und Seedance mit den räumlichen Planungstools von Planner 5D.
Vom statischen Bild zum interaktiv erkundbaren Raum
Die ursprünglichen KI-Ergebnisse bestanden aus einem 2D-Grundriss und einer einzelnen 3D-Darstellung. Damit ließ sich das Konzept gut nachvollziehen, doch die Gestaltung blieb auf diese Bilder beschränkt.
In Planner 5D war das anders. Da das Projekt vollständig bearbeitbar blieb, konnte ich Möbel, Wände, Materialien, Oberflächen und weitere Elemente direkt verändern, ohne für jede Anpassung ein neues Bild generieren zu müssen.

Außerdem ließ sich die Wohnung sowohl in 2D als auch in 3D und aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten. Dadurch konnte ich:
- Renderings aus verschiedenen Kameraperspektiven erstellen
- die Wohnung virtuell in 3D erkunden
- Laufwege zwischen den verschiedenen Bereichen überprüfen
- Möbelgrößen und Platzierungen beurteilen
- Materialien und Oberflächen vergleichen
- das Projekt nach jeder Überprüfung weiter anpassen
Einige praktische Einschränkungen bleiben dennoch bestehen. Copilot verwendet ein Credit-System. Umfangreichere Änderungen oder mehrere Überarbeitungsrunden können daher zusätzliche Credits erfordern.
Zudem enthält die Planner 5D-Bibliothek nicht unbedingt jedes Möbelstück oder Objekt, das in einer KI-generierten Vorlage zu sehen ist.
Trotz dieser Einschränkungen bietet der Ablauf einen vergleichsweise einfachen Zugang zur Raumgestaltung. Statt ein vollständiges Projekt von Grund auf in Auftrag zu geben, können Nutzer mit einem KI-generierten Konzept beginnen, es mit Copilot überarbeiten und anschließend selbst in Planner 5D weitergestalten.
Was gut funktioniert hat
GPT-6 Astra konnte eine relativ detaillierte Aufgabenstellung schnell in Grundrisse und visuelle Gestaltungskonzepte umsetzen. Der Vergleich zeigte außerdem, dass die höhere Reasoning-Stufe von GPT-6 Astra Medium zu einem deutlich besseren Ergebnis führen konnte.



Verschiedene Versionen derselben Planungsaufgabe.
Durch die Übertragung in Planner 5D wurde das Konzept wesentlich praktischer nutzbar. Die Planung blieb nicht auf ein Referenzbild beschränkt, sondern konnte aus verschiedenen Perspektiven betrachtet, korrigiert, gerendert und jederzeit verändert werden.
Gerade die Kombination aus KI-generierten Entwürfen und einer bearbeitbaren Planungsumgebung erwies sich als hilfreicher als beide Schritte für sich genommen.
Wo die Schwierigkeiten lagen
Die größte Schwäche zeigte sich beim räumlichen Verständnis in den ersten generierten Grundrissen.
Beide GPT-6 Astra-Versionen konnten durchaus einen Grundriss erstellen. Problematisch waren vielmehr die Entscheidungen darüber, wie die Wohnung tatsächlich funktionieren sollte.

Bei der Weiterbearbeitung in Planner 5D traten andere Einschränkungen auf. Die Umsetzung hing unter anderem davon ab, welche Möbel und Objekte im Katalog verfügbar waren. Deshalb ließ sich die ursprüngliche Vorlage nicht in jedem Detail exakt nachbilden.
Auch der Credit-Verbrauch spielte eine Rolle. Wenn zahlreiche Überarbeitungen erforderlich sind, können zusätzliche Credits nötig werden, insbesondere wenn der ursprüngliche Grundriss größere Korrekturen erfordert.
Diese Punkte sprechen nicht grundsätzlich gegen den Einsatz von KI. Sie zeigen vielmehr, wo die Technologie tatsächlich Zeit sparen kann und an welchen Stellen eine sorgfältige menschliche Überprüfung weiterhin wichtig ist.
Was dieser Praxistest über GPT-6 Astra für die Innenraumgestaltung verrät
Der Versuch zeigt, dass GPT-6 Astra eine hilfreiche Unterstützung bei der Entwicklung von Einrichtungsideen sein kann. Ein optisch überzeugender Grundriss bedeutet jedoch noch nicht, dass alle gestalterischen und funktionalen Fragen gelöst sind.
Durch den Import in Planner 5D und die anschließende Bearbeitung mit Copilot entstand ein Arbeitsablauf, bei dem KI-generierte Ideen nicht einfach übernommen, sondern gezielt weiterentwickelt wurden.
Genau darin liegt eine besonders praktische Anwendung generativer KI für die Innenraumgestaltung.



Der Gestaltungsprozess mit GPT-6 Astra und Planner 5D.
Fazit
Der Praxistest hat gezeigt, dass GPT-6 Astra bei der Entwicklung und Überarbeitung erster Grundrissideen hilfreich sein kann. Den größten praktischen Nutzen brachte jedoch die Übertragung des ausgewählten Konzepts in Planner 5D.
Mit Planner 5D Copilot wurde daraus ein vollständig bearbeitbares Projekt, das sich in 2D und 3D überprüfen und wesentlich flexibler verändern ließ als ein statisches KI-Bild.
Zwar müssen der Credit-Verbrauch und mögliche Unterschiede zwischen der ursprünglichen Vorlage und den verfügbaren Katalogobjekten berücksichtigt werden. Dennoch bietet dieser Ansatz eine zugänglichere Möglichkeit, Einrichtungskonzepte zu entwickeln, als klassische Planungsleistungen vollständig in Anspruch zu nehmen.
Die größte Stärke liegt daher nicht in einer Lösung auf Knopfdruck, sondern in einem Prozess, bei dem KI die ersten Ideen liefert und Planner 5D Copilot dabei hilft, daraus ein erkundbares und individuell anpassbares Projekt zu machen.
Planner 5D: Die Zukunft des Interior Designs
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